34. Evelyn

Ryan Paxton ist verdammt gut im Trösten. Ich weiß nicht, ob es an seinen starken Armen liegt, die er wahrscheinlich zweimal um mich schlagen könnte oder an der Ruhe, die er ausstrahlt. Er bleibt still, während mein Körper bebt, und wiegt uns lediglich ein wenig hin und her. Sein Kinn liegt auf meinem Kopf und ich kralle mich an seinem Shirt fest und tränke es mit Tränen. Es dauert lange, bis das Beben und Schluchzen zu einem leisen Wimmern wird, das letztendlich Stück für Stück versiegt. Ich bin sehr dankbar, dass keiner der anderen in der Zeit nach mir schauen will. Vielleicht wollten sie es und haben mich gehört? Oder sie haben ins Zimmer geschaut und Ryan hat ihn zu verstehen gegeben, dass er alles unter Kontrolle hat? Würde er das tun?

Ich hole tief Luft und wage es, mich langsam von ihm zu lösen. Dabei fällt mir der große nasse Fleck auf, der auf seiner Brust prangt.

»Jetzt brauchst du ein neues T-Shirt«, bringe ich mit zittriger Stimme hervor. Leicht verwirrt schaut Ryan an sich herunter und folgt meinem Blick.

»Darüber machst du dir nicht wirklich gerade Gedanken?«, will er wissen und mustert mich eingehend, wobei ich seinem Blick ausweiche.

Ich will gar nicht wissen, wie mein Gesicht jetzt aussieht und es ist mir lieber, wenn er mich jetzt nicht sieht. Auch wenn jede meiner Hirnzellen mit etwas Logik verwirrt aufschreien. Schließlich ist es doch egal, wie er mich sieht.

»Ich glaube, ich brauche mal ein wenig kaltes Wasser.« Ich starre auf meine Zehen, die ich aus dem Bett schiebe und halte den Mund fest geschlossen. Eine ungewohnte Kälte umgibt mich, je weiter ich mich von Ryan entferne, was mich ärgert. Trotzdem werfe ich keinen Blick zurück und schließe eilig die Tür hinter mir. Das Blut schießt ungewohnt schnell durch meine Adern, während ich mich zum Badezimmer schleppe, als die verschlossene Tür ruckartig aufgerissen wird.

In der ersten Sekunde denke ich, dass sich vor mir ein Spiegel befindet. Die Augen sind rot angeschwollen, der Mascara ist verlaufen und das Haar ist zerzaust. Allerdings ist das nicht braun, sondern rot. Amy und ich erstarren beide und dann aus dem Nichts, schlingt sie ihre Arme um meinen Hals. Ich taumle einen Schritt zurück, als Amys heiße Tränen auf meinen Hals treffen und ähnliche Schluchzer wie meine ihren Körper durchschütteln.

Was passiert hier gerade?

»Amy? Was ist los?«, will ich verwundert wissen, woraufhin ihre Fingernägel sich in meine Schultern bohren. Als eine Antwort erhalte ich ein Kopfschütteln, das in weiterem Wimmern untergeht. »Sollen wir in dein Zimmer gehen?« Meine Stimme ist leise und alle Gedanken an den Stalker rutschen in den Hintergrund. Ich bekomme keine wirkliche Reaktion, also drücke ich meine kleine Schwester ein Stück von mir weg, um ihr in das tränenüberströmte Gesicht zu schauen.

»Leg dich schonmal ins Bett. Ich hole Taschentücher und dann komme ich rüber, ok?«, schlage ich vor, und versuche in dem schmerzverzerrtem Gesicht was zu erkennen, das so etwas wie ein Nicken andeutet. Amy trottet weinend davon, während ich überrumpelt stehen bleibe.

Meine Beine schalten schneller als mein Kopf, der noch irgendwo bei meiner verheulten Schwester hängt, als ich zurück in mein Zimmer trete. Die Hand an der Türklinke bleibe ich stehen und starre zu Ryan, der lässig, als wäre es das Normalste der Welt mit seinem Handy in meinem Bett sitzt. Ich darf nicht daran denken, dass mir dieses Bild ganz gut gefällt, also deute ich auf den Flur und versuche in Worte zu packen, was da passiert ist.

»Alles in Ordnung?«, kommt Ryan mir zuvor, weil mir keine Worte zu meinen Gesten einfallen wollen.

»Amy«, presse ich lediglich hervor und Falten bilden sich auf ihrer Stirn.

»Was ist mit ihr?« Warum finde ich es so verdammt heiß, dass Sorge in seinen Augen tritt und er langsam von meinem Bett kommt, als würde es ihn wirklich kümmern. Kümmert es ihn?

»Ich weiß nicht«, gestehe ich, schlucke den Gefühlscocktail in der Hoffnung, dass die Zusammensetzung mich nicht aus den Socken haut. »Sie hat gerade plötzlich angefangen zu weinen und … ich glaube, sie braucht mich gerade.«

Einen langen Moment schauen wir uns an. Ich denke, er sucht nach etwas in meiner Stimme oder meinen Augen, aber als er nichts findet, lockert seine Miene sich.

»Und du kommst klar?«

»Ich denke schon«, sage ich langsam. Ryan nickt, beißt sich kurz auf die Lippe.

»Okay, dann werde ich jetzt mal fahren, wenn du mich nicht länger brauchst.«

Die Art wie er es sagt, lässt meine Nackenhaare angenehm erschrocken hochfahren.

Was soll ich jetzt sagen? Danke, dass ich dich vollheulen durfte?

Ryan scheint nicht zu erwarten. Mit einem schiefen Grinsen, das so viel liebevoller ist, als ich es je bei ihm gesehen habe, geht er an mir vorbei und steuert die Treppe an. Seine Hände berühren bereits das Geländer, als ich mich aus meiner Starre löse.

»Kann ich dir nachher schreiben?«, platzt es aus mir heraus, lässt den großen Kerl sich umdrehen.

»Du kannst mir immer schreiben, Evelyn.«

Ein letztes Lächeln, dann geht er.

 

 

Amy braucht fast eine Stunde, um sich zu beruhigen. Ich halte sie im Arm, während sie so weint, wie ich es zuvor getan habe und bin dabei still, so wie Ryan es war. Wir liegen einfach bei ihr im Bett und während ich versuche herausfzufinden, was mit ihr los seien könnte, wandert mein Kopf immer wieder zu Ryan zurück. Ich bin erleichtert, dass Amy keine Gedanken lesen kann und sehr mit sich beschäftigt ist, denn wahrscheinlich sehe ich aus, als wäre ich in einer anderen Welt.

»T-Tut mir l-leid«, stottert meine kleine Schwester aus dem Nichts und wischt sich mit dem Ärmel über die Augen. »D-Du hast e-eigentlich g-g-genug um die O-ohren.«

»Glaub mir, das ist alles unwichtig.« Ich streiche ihr eine lange knallrote Strähne aus dem Gesicht, die an ihrer feuchten Wange klebt.

»N-Nein, das…«

»Amy«, unterbreche ich etwas bestimmender, woraufhin sie verstummt und mich mit großen Augen anschaut, die mich wieder an meine kleine Schwester von früher erinnern. An die Momente in denen sie weinend neben dem Skateboard stand, weil sie sich das Knie aufgeschürft hatte und ich ihr gesagt habe, dass alles gut ist. »Was ist los mit dir?«

Ihre Wangen nehmen einen verdächtigen Rotton an und sie senkt den Kopf, um auf ihre Finger zu starren, die sie seltsam verknotet.

»Weißt du, das hat mit so einer doofen Wette angefangen«, beginnt sie zu erzählen. »Wir waren bei Harper mit ein paar anderen und dann ging’s um das Thema Jungs. Wir haben ein wenig was getrunken und dann habe ich mit Harper gewettet, dass ich es vor ihr schaffe die Nummer von einem Studenten zu bekommen.« Amy wird noch einen Tuck röter und ich verbiete mir, jetzt einen vorschnellen Kommentar zu geben, ehe ich nicht die ganze Geschichte gehört habe.

»Jedenfalls sind wir eine Woche später auf so eine Party gegangen und haben wirklich Studenten getroffen. Der Eine war wirklich nett und dann kam irgendwie eins zum anderen und wir haben uns geküsst.« Ihre letzten Worte sind immer leiser.

»Und dann?«, frage ich vorsichtig nach und hoffe, dass keins der Szenarien stimmt, die ich jetzt im Kopf habe.

»Dann hat er mir seine Nummer gegeben und Harper hat gesagt, dass er mich nicht weiter beachten würde und hat überall rumerzählt, dass ich mega leicht zu haben wäre und sowas. Ich habe ihr gesagt, dass sie das lassen soll und ich den Jungen echt mag, aber eine Woche später waren wir dann auf einer anderen Party und da hat er dann versucht, meine Bluse aufzuknöpfen, weil Harper ihm gesagt hat, dass ich das wollen würde. Ich hab ihn dann aus Panik mein Getränk über den Kopf geschüttet und bin weggerrant. Harper hat mir am nächsten Tag gesagt, dass ihr das alles voll leid tut und dann war sie wenigstens wieder nett zu mir, was die Schule irgendwie besser gemacht hat, obwohl alle über mich geredet haben und ich immer wieder doofe Angebote bekommen habe und sie hat mich immer in Schutz genommen. Aber dann hab ich gehört, dass sie gesagt hat, dass ich mich sowieso nie trauen würde mit dem Studenten zu schlafen, weil ich voll prüde bin und er mich demnächst fallen lassen würde, obwohl wir voll oft schreiben. Also bin ich auf diese Party gefahren zu der er mich und ein paar andere eingeladen hat und habe mir Mut angetrunken um … Naja. Den Rest kennst du.«

»Du bist abgestürzt«, erinnere ich mich.

In meinem Kopf beginnen sich einige Rädchen zu drehen. Der Abend, an dem sie verheult nach Hause kam, mit der halboffenen Bluse und den nassen Klamotten. Die Art wie sie sich abgeschottet hat und, dass sie plötzlich ausgebüchst ist.

Und wie in Gottes Namen soll ich einer Sechzehnjährigen jetzt erklären, dass das alles völliger Schwachsinn ist und sie falsche Freunde hat? Immerhin kenne ich Harper nun auch lange genug, um zu wissen, wie hinterhältig die Kleine ist. Mal abgesehen davon, dass mit Sechszehn die Welt ganz anders erscheint und alles ein riesiges Drama ist.

»Ich verstehe einfach nicht, warum Harper so fies ist«, schluchzt Amy und erneut kullern Tränen aus ihren großen Augen.

»Ich glaube, dass Harper eifersüchtig ist, dass du die Nummer von einem Studenten bekommen hast und sie nicht«, sage ich langsam. »Auch wenn ich sagen muss, dass diese Wette völliger Schwachsinn ist. Jungs in eurem Alter erwarten ganz andere Sachen, als ein Student Amy.« Vorsichtig streiche ich ihr über den Arm. »Du hast also nicht mit ihm geschlafen?«

»Ging ja nicht, weil du aufgetaucht bist«, murmelt sie leicht beschämt.

»Du solltest nicht wegen sowas mit einem jungen Sex haben. Schon gar nicht, wenn es dein erstes Mal ist und er dich vorher schon bedrängt hat, obwohl du es nicht wolltest.« Ich halte inne, ziehe die Brauen zusammen. »Ist es doch, oder?«, frage ich nach und versuche die leichte Panik in meiner Stimme, zu verbergen. Irgendwie würde es meine Welt durcheinanderbringen, wenn Amy jetzt schon Sex gehabt hätte.

Zu meiner Erleichterung nickt Amy langsam.

»Weißt du, Jungs in dem Alter sind immer schwer. Die Wissen oft einfach nichts mit sich anzufangen und haben absolut keinen Schimmer, wie sie einer Frau imponieren oder sie richtig behandeln. Und glaub mir: Selbst die in meinem Alter sind manchmal komplette Vollidioten.«

»Ryan ist kein Vollidiot«, schnieft Amy und schaut mir in die Augen. Ich beiße mir auf die Zunge und schenke ihr ein nettes Lächeln.

»Glaub mir, auch Ryan kann ein kompletter Depp sein.«

»Aber er kümmert sich doch um dich.«

Schachmatt.

Himmel. Warum muss ich diese Aufgabe übernehmen, meiner Schwester zu sagen, dass Männer anders ticken? Gibt es nicht noch zwei weitere Frauen in diesem Haushalt, die das viel besser drauf hätten?

»Um mal auf das Thema mit Harper zurückzukommen«, übergehe ich ihre Aussage. »Du solltest mit ihr sprechen und keine echte Freundin, würde dich so behandeln und hinter deinem Rücken über die Reden. Echte Freunde helfen dir und sind für dich da, wenn jemand anderes sowas Blödes macht. Vielleicht solltest du darüber nachdenken deine Freunde ein wenig neu zu sortieren und von denen Abstand zu nehmen, die dich schlecht behandeln. Das gilt übrigens auch für Jungs und einer, der dich wirklich mag, würde nie versuchen dich zu irgendwas zu zwingen oder zu überreden. Das ist ganz wichtig.«

»Aber ich mag Harper«, hält sie dagegen und plötzlich habe ich keinen Teenager mehr vor mir sitzen, sondern meine kleine Amy, die gerade Sieben Jahre alt ist.

»Magst du Harper, oder das sie so beliebt ist? Und ist dir die Freundschaft so viel wert, dass du dich deswegen schlecht fühlst?«

Amy schnieft und schiebt die Unterlippe ein Stück nach vorne. »Aber ich habe doch niemanden außer Harper.«

»Und was ist mit den ganzen anderen Mädchen, mit denen du immer was unternimmst?«

»Die würden auch alle zu Harper halten«, widerspricht sie, was mir einen leisen Seufzer entlockt.

»Ich kann und werde dich zu nichts zwingen, Amy. Das ist dein Leben und das sind deine Entscheidungen, aber bei jeder solltest du berücksichtigen, ob du dich gut damit fühlst. Du kannst jederzeit zu mir, Mum oder Gran kommen, wenn du Hilfe brauchst und ich kann auch gerne mal ein ernstes Wörtchen mit Harper und den restlichen Idioten von der Schule reden.«

»Kann Ryan das machen? Der ist Footballer und sieht gut aus. Vor dem hätten bestimmt alle Respekt.«

Ich komme nicht umher einige Male zu blinzeln.

»Willst du mir gerade sagen, dass die vor mir keinen Respekt hätten?«

»Du bist halt ein Mädchen«, gibt sie schulterzuckend zurück.

Hab ich früher auch so gedacht? Oder ist die Generation nach mir einfach anders?

»Okay, über das mit dem Respekt gegenüber Frauen müssen wir dringend nochmal in Ruhe sprechen, aber was hältst du davon, wenn wir uns jetzt einfach mit Eis aufs Sofa setzten und einen Film gucken? Dann gehen wir ins Bett und wiederholen die Prozedur morgen, bis Gran und Mum von ihrem Frauentag zurück sind?«

»Mhm«, brummt Amy und richtet sich langsam auf.

»Ich komme gleich nach, du kannst schonmal runtergehen«, erkläre ich, während ich ihr aufhelfe und sie die Decke um ihre Schultern legt. Ich ziehe sie noch etwas fester und drücke ihr einen Kuss auf die Wange, bevor sie die Treppe hinuntersteigt.

Ich gehe zurück in mein Zimmer und entdecke das Handy, das auf dem Bett liegt. Ein mulmiges Gefühl überfällt mich aus dem Nichts. Bis eben schien dieser Aspekt in meinem Leben in einer anderen Welt zu sein, aber jetzt ist er schlagartig wieder präsent.

Dennoch greife ich nach dem Gerät, versuche die SMS der unbekannten Nummer nicht zu beachten und öffne stattdessen den Chat mit Ryan.

 

Evelyn: Es ist das typische Drama eines Teenagers. Bis auf den Studenten.

 

Ich will das Handy gerade in meine Tasche stecken, als es vibriert.

 

Ryan: Und was ist das typische Drama eines Teenagers? Und was zum Teufel meinst du mit Studenten?

 

Evelyn: Ihre beste Freundin redet hinter ihrem Rücken über sie und verbreitet miese Gerüchte. Die halbe Schule redet deswegen wahrscheinlich über sie und sie steht auf irgendeinen Studenten, den sie auf einer Party kennengelernt hat, der mit ihr wahrscheinlich nur ins Bett möchte.

 

Ryan: Hast du ihr das mit dem Studenten ausgeredet?

 

Evelyn: Wenn ich das versuche oder ihr das verbiete, wird sie erst Recht mit dem Typen schlafen.

 

Ryan: Finde den Namen von dem Kerl raus und ich kümmere mich drum.

 

Evelyn: Klar, Rambo.

 

Ryan: Glaubst du nicht, dass ich das draufhabe?

 

Evelyn: Doch, dir traue ich so dämliche Aktionen zu. Sie hat übrigens gefragt, ob du nicht in die Schule kommen und das mit allen klären kannst, weil du Footballer bist und ihrer Meinung nach gut aussiehst.

 

Ryan: Das ist nicht nur ihre Meinung, Jones 😉

 

Evelyn: Ich ignoriere diese Aussage jetzt mal und werde jetzt trösten gehen.

 

Ryan: Und ich überlege mir in der Zwischenzeit, wie ich die kleinen Bälger in die Schranken weise.

 

Evelyn: Gute Nacht, Paxton.

 

Ryan: Gute Nacht, Jones.

 

 

 

Der Abend geht und der nächste Tag kommt. Amy und ich kuscheln uns aufs Sofa und ich versuche ihr unterschwellig den ein oder anderen Ratschlag zu geben, während wir Filme schauen und Popcorn essen. Mum und Gran sind bereits seit acht Uhr unterwegs und rufen fast alle halbe Stunde an, um zu wissen, ob bei uns alles in Ordnung ist.

Ich weiß nicht, ob die Sorge um Amy oder um mich mehr überwiegt.

Ihre Anrufe hören erst um halb Vier nachmittags auf, als wir ihnen drohen, ihre Nummern zu blockieren und das Telefon auszustöpseln. Wahrscheinlich malen sich die beiden daraufhin die schlimmsten Szenarien aus, dass der Stalker plötzlich auftaucht und ich bin mir sicher, dass Mum stattdessen Mr. Jenkins angerufen hat, der verdächtig lange und oft am Fenster steht und überschaut. Einmal kommt er sogar rüber und fragt nach Zucker. Ich gebe ihm zwei Kilo, die Gran gekauft hat und knalle ihm daraufhin die Tür vor der Nase zu.

Ich bin gerade dabei mir einen Tee zu machen, als das Handy auf der Arbeitsplatte vibriert. Zuerst denke ich, dass es der Stalker ist, doch es ist keine SMS von einer fremden Nummer und das treibt mir ein seltsames Grinsen aufs Gesicht.

 

Ryan: Wie habt ihr den Valentinstag bisher verbracht? Ich hab stundenlang geschwitzt und stand anschließend mit dreißig Kerlen unter der Dusche.

 

Evelyn: Mit Essen und Filme schauen. Dein Valentinstag klingt allerdings noch miserabler.

 

Ryan: Ich hätte eine Idee, wie wir diesen miesen Tag noch ändern könnten.

 

Evelyn: Und die wäre?

 

Ryan: Mach die Tür auf, dann erzähl ich‘s dir.

 

Ich soll die…

Mein Herz macht einen Hüpfer, während mein Kopf hochschnellt. Ich werfe aus dem Küchenfenster einen Blick auf die Straße, an der ein sehr vertrautes Auto steht.

»Komme gleich wieder«, sage ich im Gehen zu Amy und verlasse das Wohnzimmer in dem gerade Rapunzel läuft. Vorfreude überfällt sich und mischt sich mit Skepsis, als ich die Tür öffne und vertraute meeresblaue Augen mich empfangen.

Ryan hat noch feuchte Haare und seine Hände stecken in der Jeans. Ich muss schwer schlucken, um dieses Grinsen, das er auf den Lippen trägt nicht an mich ranzulassen und meinen Körper nicht in einen Zustand zu bringen, den ich nicht will.

»Was machst du hier?«, will ich verwundert wissen, was sein Lächeln noch breiter werden lässt.

»Euch zu unserer ganz privaten Valentinstagsparty abholen.«

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