50. Evelyn

»Du und Paxton also«, sagt Zoe langsam und behält mich fest im Blick, während ich unruhig auf und ab gehe in dem Badezimmer, in dem ich Ryan zum ersten Mal geküsst habe.

»Keine Ahnung. Vielleicht schon?«, frage ich zweifelnd und kaue auf der Unterlippe.

Ich habe Zoe alles erzählt. Jedes kleine Detail der letzten Wochen und nicht die abgespeckte Version, die ich Miles und ihr verkauft habe, als Ryan den Schweinekopf bekommen hat. Sie hat die Wochen alles hingenommen und nicht nachgefragt, wofür ich dankbar war, aber jetzt war es an der Zeit auszupacken.

»Magst du ihn?«

»Fragst du das wirklich nachdem ich dir das alles erzählt habe?«, will ich mit hochgezogenen Augenbrauen wissen und setzte mich neben sie auf die Badewanne. »Wie soll ich den Typen denn nicht mögen?«

»Gute Frage. Ich kenne Paxton so zwar nicht, aber das klingt alles verdammt süß und romantisch«, seufzt sie und lächelt mich verträumt an.

»Was mache ich denn jetzt?«

»Ihn drauf ansprechen? Nach einem Date fragen?«, schlägt Zoe vor.

»Sagt diejenige, die ein Jahr nichts gesagt hat zu ihrem Macker«, brumme ich verstimmt.

»Hey, nicht jeder hat so ein Selbstvertrauen wie du.«

»Das bezieht sich aber nicht unbedingt auf Männer und Gefühle.« Ich stemme die Hände gegen die kalte Oberfläche der Badewanne und wiege mich langsam hin und zurück.

»Eine verunsicherte Eve. Das bekomme ich auch nicht alle Tage zu sehen«, lacht Zoe und stupst mich mit der Schulter aufmunternd an.

»Das ist nicht lustig. Ich habe nämlich wirklich nicht die geringste Ahnung, was das wird oder auch nicht.«

»Wie wär’s wenn du einfach nicht so viel drüber nachdenkst und einfach mal siehst, was passiert?«

»Dann würde ich garantiert die Abmachung brechen, die ich selber aufgestellt habe«, gebe ich widerstrebend zu, doch Zoe zuckt nur mit den Schultern und lächelt mich ermutigend an. Sie steht auf und hält mir die Hand hin.

»Vielleicht könnte ich da ja drüber hinweg sehen«, erklärt sie augenzwinkernd.

»Aber das wäre nicht fair.«

»Eve, ein Killer ist hinter dir her. Das ist nicht fair. Gib einen Fick auf diese Abmachung und lass es dir von Ryan besorgen. Glaub mir, er hat’s drauf.«

Mein Mund klappt ein Stück auf und ich ziehe die Hand zurück, die ich gerade in ihre legen wollte.

»Die Vorstellung, dass du und er … Igitt«, sage ich und schüttle mich. »Und seit wann redest du so?!«

»Seit ich dich jeden Tag sehe und festgestellt habe, dass du voll in ihn verschossen bist und er seine Augen nicht von dir lassen kann und jetzt komm. Ehe wir zur Uni müssen.«

»Ich will nichts weiter über das hören, was du mal mit ihm hattest«, sage ich, als ich meine Hand in ihre lege und aufstehe. »Ernsthaft, das ist nicht schön.«

»Ich werde nichts mehr sagen«, grinst Zoe und öffnet die Badezimmertür.

»Danke«, sage ich noch, als wir herausgehen.

»Dafür sind Freunde doch da.« Zoe schlingt einen Moment die Arme um mich und drückt mich an sich.

»Wenn ihr zwei was spezielles vorhabt: Lasst euch von uns nicht stören«, vernehme ich Miles, der zusammen mit Ryan die Treppe hochkommt.

»Ach, sei still«, beschwert Zoe sich lachend, doch das Grinsen verfliegt aus ihrem Gesicht, als die beide in das Licht treten.

Miles hat einen geschwollenen Kiefer, auf dem sich ein blauer Fleck ausbreitet und Ryan hält sich die Hand, die gerötet ist. Zoe und ich wechseln einen verwirrten Blick, dann läuft sie zu Miles und nimmt sein Gesicht behutsam in seine Hände.

»Kann man euch keine zehn Minuten alleine lassen?«

»Zehn Minuten? Das war über eine Stunde!«, protestiert Miles.

»Was habt ihr bitte gemacht?«

»Paxton hat mir eine verpasst«, erwidert der Quarterback schulterzuckend.

»Aber nur, weil er’s verdient hat«, stimmt Ryan lachend zu.

»Du hättest mich wenigstens um Erlaubnis fragen können«, sagt Zoe zu Miles und drückt dem Quarterback einen Kuss auf die verbeulte Stelle. Der wackelt dabei mit den Augenbrauen, sodass es nur für Ryan und mich sichtbar ist und wir beide verdrehen genervt die Augen.

War klar, dass er daraus noch einen Vorteil zieht.

»Nächstes Mal«, ermahnt Zoe Ryan noch, ehe sie die Hand von Miles nimmt und ihn ohne einen weiteren Kommentar in sein Schlafzimmer zieht. Der Quarterback zwinkert seinem Mitbewohner zu, ehe er die Tür hinter sich zuzieht und Ryan und ich alleine im Flur zurückbleiben.

»Du hast ihm also eine verpasst«, stelle ich langsam fest und wende meinen Blick von der Tür zu dem Typen vor mir, der scheu lächelt. »Ich hätte dich nicht für einen Schläger gehalten.«

»Bin ich auch nicht«, widerspricht er prompt. »Aber scheiße, Miles hat das sowas von nötig gehabt. Da konnte nicht nicht anders.«

»Was hat er denn gemacht?«

Er sieht mich lange an, dann schiebt er die Zunge zwischen die Zähne und schüttelt langsam den Kopf.

»Das erzähle ich dir ein anderen Mal.«

»Warum nicht jetzt?«, will ich wissen, als Ryan sein Zimmer ansteuert und ich ihm folge.

»Darum«, hält er lachend dagegen und bewegt langsam seine Hand, während er vor dem Kleiderschrank stehen bleibt und die Tür öffnet.

»Ihr seid komplizierter, als Frauen.«

»Kompliziert? Ich habe ihm eine verpasst, weil er kacke war und wir sind trotzdem noch befreundet. Daran ist nichts kompliziert«, sagt er und zieht ein T-Shirt aus seinem Schrank, das er mir zuwirft. »Hier, das sollte dir schon passen.«

Ich halte das Shirt, das er mir zugeworfen hat in den Händen und drücke es nervös zusammen.

»Also, ähm«, murmelt Ryan und greift sich selber ein Shirt aus dem Schrank, den er daraufhin zumacht. »Du kannst das Bett haben und ich werde unten aufs Sofa gehen. Brauchst du noch irgendwas?«

Ja. Dich.

Doch nichts kommt über meine Lippen. Ich schüttle nur verneinend den Kopf.

»Ok, dann gute Nacht. Du weißt ja wo ich bin«, erklärt er mit einem schmalen Lächeln und dreht sich um.

Trau dich, Jones!

»Ryan?!«, presse ich verunsichert hervor, was ihn innehalten lässt. Er dreht sich mit einem fragenden Ausdruck zu mir um.

Sag es einfach.

Es ist nicht so schwer.

»Ich will nicht alleine schlafen«, gebe ich zu, zerknittere sein Shirt dabei noch etwas mehr. Ich kann sehen, wie er schwer schluckt und seine Augen zu dem Bett huschen, das an der Wand steht und so gut nach ihm riecht.

»Ich weiß nicht, ob das eine gute Idee ist«, sagt er langsam. »Du und ich in einem Bett? Ich habe zwar eine gute Selbstbeherrschung, aber die hat auch ihre Grenzen.«

Ist er denn komplett schwer von Begriff?

Schön, dass er einen auf Gentleman macht, aber das will ich gerade doch nicht. Himmel, ich will ihn endlich und vielleicht habe ich nur jetzt die Chance dazu. Ich habe also eine Möglichkeit um das deutlich zu machen und mich damit zu blamieren oder einen Treffer zu landen.

Das T-Shirt, das ich in den Händen halte, segelt zu Boden und ich greife zu dem Saum meines Pullovers. Ich hole tief Luft, ehe ich ihn mir über den Kopf streife und zu Boden gehen lassen.

Es hat mich noch nie so viel Überwindung gekostet, mein Shirt vor einem Kerl auszuziehen. Dabei habe ich das bereits vor Ryan getan.

Ihm fällt alles aus dem Gesicht. Mit geweiteten Augen starrt der Typ mich an und hält weiterhin die Türklinke in der Hand. Seine Augen wandern über meinen Körper, nehmen den schwarzen BH, der nicht spektakulär ist genaustens in Augenschein und wandern dann Wieder zu meinem Gesicht.

»Brauchst du eine Extraeinladung?«, will ich wissen, nachdem er eine Weile nichts gesagt und mich nur angestarrt hat, als wäre ich eine Außerirdische. Ich fühle mich nackt, obwohl ich fast nichts ausgezogen habe.

»Fuck, nein.« Ryan zieht die Tür zu, lässt das Shirt in seiner Hand fallen und mir entweicht ein erleichterter Seufzer. Er überbrückt den Abstand zwischen uns und presst seine Lippen auf meine. Diesmal bleiben wir nicht stehen und halten uns zurück. Ryan umfasst meinen Hintern und nimmt mich hoch, um mich auf seinen Schreibtisch zu setzten. Die Bücher und Zeitschriften fallen zu Boden, doch keiner von uns reagiert darauf.

Stattdessen wandern seine Hände zu meinen Haaren und er zieht leicht daran, bis ich den Kopf schwer atmend in den Nacken lege. Seine Lippen legt sich auf meinen Hals und er fährt ihn langsam mit dem Mund ab, während seine andere Hand über meinen Oberschenkel streicht, den ich um seine Hüfte schlinge.

»Du weißt nicht, wie lange ich darauf gewartet habe«, knurrt er an meinem Hals und beißt zärtlich hinein, was mir einen Schauer über den Rücken jagt.

»Hab da so eine Ahnung«, presse ich atemlos hervor, als er von meinem Hals ablässt und mir einen langen Kuss gibt, der meine Sinne benebelt.

»Sicher?«, will er wissen und zieht sich zurück, was mir die Zeit gibt nach seinem Shirt zu fassen, das ich dringend von seinem Körper entfernen will. Nur widerwillig löst er sich von mir, doch sein Blick ist dabei gierig auf mich gerichtet. »Ich denke, du weißt nicht, wie es ist, wenn du dich vor einem Kerl und dreißig anderen ausziehst«, keucht er und macht sich an meiner Hose zu schaffen. »Du hast mir eine Menge schlaflose Nächte beschert.«

Sein Geständnis jagt einen Stromschlag durch meinen Körper, während er mir die Hose abstreift und sie achtlos zu Boden geht. Ohne mich zu Atem kommen zu lassen, presst er seine Lippen erneut auf meine und schiebt seine Zunge in meinen Mund. Der Kuss ist gierig, bestimmend und fordernd und ich bin bereit, ihm alles zu geben. Ich lege die Handflächen auf seine Brust und spüre wie sich die Muskeln unter meiner Berührung zusammenziehen. Er knurrt an meinem Mund, zieht mich enger an sich heran und beißt mir dabei auf die Lippe. Ein angenehmer Schmerz jagt hindurch, lässt mich aufkeuchen. Gleichzeitig gelangen meine seltsam nervösen Finger zu dem Verschluss seiner Jeans und es kostet mich mehr Mühe als sonst, die Hose eines Typens zu öffnen.

Allerdings bin ich auch nicht kurz davor mit irgendeinem Typen zu schlafen, sondern mit Ryan Paxton. Für den ich auch noch Gefühle habe.

»Bitte sag mir, dass nicht nur ich wahnsinnig geworden bin«, haucht er an mein Ohr, ehe er neckend die Stelle darunter küsst und die eine Hand zu meiner Brust wandert. Ich ziehe scharf Luft ein, als er die Brustwarze zwischen die Finger nimmt und sie massiert.

»Ich war vielleicht auch kurz vorm durchdrehen«, gestehe ich, woraufhin ich spüre wie sich seine Lippen an meinem Hals zu einem Lächeln verziehen.

»Endlich gibst du mal was zu«, brummt er zufrieden und öffnet mit einer schnellen Handbewegung den BH. Ich gebe ein zufriedenes Stöhnen von mir, als seine Lippen meine Brüste erkunden und er sanft an den Nippeln saugt, die bereits hart sind. Mein Kopf fällt zurück und ich stütze mich mit den Händen auf dem Holz ab, genieße seine Berührungen, die besser sind, als jede Vorstellung.

Dann gleitet seine Hand langsam hinunter, fährt über meinen Bauchnabel zu meinem Venushügel. Er hält einen Moment inne und schaut auf. Ich halte den Atem an, als seine Finger in meinen Slip gleiten und meine empfindlichste Stelle berühren. Ein lautes Stöhnen entfährt mir, als er mich langsam massiert und mich dabei nicht aus den Augen lässt.

Das ist gut.

Viel zu gut.

»Oh Gott, Ryan«, keuche ich und presse die Lippen aufeinander, um einen Aufschrei zu verhindern, als er seine Finger in mich schiebt.

»Genau so«, knurrt er zufrieden und küsst mich, während ich den Rücken durchbiege. Behutsam gleiten seine Finger immer wieder in mich und jedes Keuchen, jedes Stöhnen atmet er ein. Lust flutet meinen Körper, lässt mich vergessen, dass noch andere im Haus sind.

Wir könnten uns auch mitten in New York auf der Straße befinden und es wäre mir egal.

»Bist du immer so feucht, wenn du in meienr Nähe bist?«, fragt er zwischen den Küssen und knickt leicht die Finger, woraufhin er einen weiteren empfindlichen Punkt trifft.

»Keine Ahnung«, presse ich hervor, spüre wie sich die Muskeln in mir zusammenziehen.

»Ich muss dir was gestehen«, sagt er und entzieht sich mir. Ein genervtes Wimmern entfährt mir, das er mit einem Grinsen quittiert.

»Und was?«, will ich wissen, als er seine Hände unter meinen Hintern schiebt und mich hochhebt. Ich kralle mich an seinem Rücken fest, bohre die Finger in seine Muskeln und versuche nicht zu zerschmelzen in seinen Armen.

»Ich denke, ich halte beim ersten Mal nicht so lange durch.« Er lässt sich mit mir aufs Bett fallen, das die Aktion mit einem lauten Quietschen kommentiert.

»Beim ersten Mal?«

»Wenn du denkst, dass wir es bei einem Mal diese Nacht belassen, hast du dich geschnitten.« Um seinen Worten Nachdruck zu verleihen, zieht er mit einer schnellen Bewegung seine Shorts aus und kniet sich dann zwischen meine Beine. »Ich gehe davon aus, dass du morgen nicht mehr in der Lage sein wirst zu laufen.«

Ohne Vorwarnung zieht er den Slip nach unten und legt seinen Mund auf meine Mitte. Ich sehe Sterne und kralle mich am Bettlaken fest, während er genüsslich zwischen meinen Beinen liegt. Seine Zunge umspielt meinen Kitzler, während er seine Finger erneut in mir versinkt. Ich kann nicht richtig atmen, versuche zu realisieren, dass das hier wirklich passiert.

»Sag mir, was du willst, Eve«, flüstert er zwischen seinen Küssen und treibt mich damit nur noch mehr in den Wahnsinn. »Ich will’s hören, sonst lass ich es sein«, droht er und dringt schnell und tief mit dem Finger in mich, woraufhin ich mich aufbäume.

»Dich. In mir«, bringe ich zischend hervor und beiße mir auf die Zunge, weil das was er mit mir anstellt, zu gut ist.

»Daran könnte ich mich gewöhnen.« Mit einem Ruck zieht er den Slip über meine Beine und wirft ihn über die Schulter. Er beugt sich über mich und öffnet eine Schublade am Nachttisch aus dem er, mit einer schnellen Handbewegung, ein Kondom zieht.

Ich habe schon mit mehreren Typen geschlafen, aber keiner von ihnen sah so verdammt heiß dabei aus, wenn er mit den Zähnen die Verpackung aufgerissen hat. Erst jetzt, wo seine Hände und Lippen nicht mehr überall auf mir liegen, bin ich in der Lage klar zu denken und sehe, was sich zwischen seinen Beinen befindet. Eine ziemlich große Erektion, die erwartungsvoll in meine Richtung deutet.

»Noch nie einen Penis gesehen?«, grinst Ryan und will sich gerade das Kondom überstreifen, als ich mich nach vorne beuge und meinen Mund um seinen Schwanz schließe.

»Oh Fuck!«, keucht er und ich sehe, wie sich seine Muskeln zusammenziehen, als ich langsam sauge. »Jones, das ist keine gute Idee.«

Doch ich ignoriere seinen Rat, fahre mit der Zunge um seine Spitze und umfasse den Schaft mit den Händen. Ich sehe, wie er den Kopf zurückwirft und seine Hand sich in mein Haar vergräbt. Langsam gleite ich vor und zurück, spüre, wie er an meinen Lippen zuckt. Ryan stöhnt, krallt sich etwas fester in mein Haar. Ein letztes Mal sauge ich kräftig, spüre die Muskelstränge, die protestieren, als ich mich zurücklehne und den schwer atmenden Ryan ansehe, der in der einen Hand weiterhin das Kondom hält.

»Heilige Scheiße. Ich habe nichts dagegen, wenn du mich mal so weckst«, bringt er träge hervor und streift das Kondom über. Dann stemmt er den Arm links von mir auf und und fährt mir mit der Fingerspitze über die glänzenden Lippen.

»Wenn du dich benimmst, könnten wir das in der zweiten Runde ausgiebiger probieren«, flüstere ich und spüre das Kribbeln seiner Berührungen.

»Du willst doch gar nicht, dass ich mich benehme«, flüstert er und dringt mit einer schnellen gezielten Bewegung in mich ein, die mir den Atem raubt. »Und ich bin auch nicht daran interessiert, dass du einen auf gutes Mädchen machst.« Er zieht sich langsam zurück, lässt mir Zeit, meine Fingernägel in seinen Schultern zu versenken. Dann stößt er erneut zu und legt eine Hand in meinen Nacken. Das nächste Keuchen von mir erstickt er mit einem Zungenkuss.

Dann verfallen wir in einen unruhigen Rhythmus. Wir sind wie zwei Hungernde, die nicht genug bekommen können. Das Lattenrost unter uns knarzt bei jedem Stoß von ihm. Ryan hat kein Erbarmen mit mir, legt schließlich seinen Finger auf meinen empfindlichen Punkt und bringt mich damit um.

»Komm für mich«, fordert er an meinen Lippen.

Ich gehorche augenblicklich. Der Orgasmus überrollt mich unerwartet und meine Muskeln ziehen sich angenehm zusammen. Mein Schrei geht an seinen Lippen verloren und er gibt ein zufriedenes Keuchen von sich.

»Oh Fuck, ja«, stöhnt Ryan, als er ein weiteres Mal zustößt und sich meine Muskeln um ihn zusammenziehen. Sein Körper sackt nach unten und er bleibt einen langen Moment auf mir liegen. Ich lausche unseren Herzschlägen, die in der Stille verdächtig laut wirken und halte mich an seinen Schultern fest.

Ich würde ihn gerne streicheln, mich an ihn kuscheln, aber ich weiß nicht, was das hier für ihn ist.

»Ich denke nicht, dass ich darauf mehr als eine Woche verzichten kann«, murmelt er heiser an mein Ohr und rollt sich von mir herunter. Vorsichtig zieht er sich aus mir heraus und bleibt neben mir auf dem Rücken liegen. »Das hätten wir schon viel früher machen sollen.«

»Da stimme ich dir ausnahmsweise mal zu.« Meine Lungen sind leer, das Blut rauscht durch meinen Körper und das Kribbeln, das durch meine Haut jagt, erinnert mich daran, dass ich wirklich was für ihn empfinde.

»Wir sind einer Meinung? Brillant. Dann können wir direkt weitermachten«, erklärt er und dreht sich zu mir, um meine Lippen zu versiegeln, ehe ihnen weitere Worte entkommen.

Weiter zu Kapitel 51. Ryan

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